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Wis­senshap­pen des Monats: Lin­sen, Bohnen & Co. – was steckt in den kleinen Kraftpaketen?

Wenn es draußen käl­ter wird, haben Sup­pen, Ein­töpfe und herzhafte Gerichte wieder Hoch­sai­son. Beson­ders gut passen jet­zt Lin­sen, Bohnen, Erb­sen und Kichererb­sen auf den Speise­plan. Doch die kleinen Kraft­pakete kön­nen weit mehr, als uns an kalten Tagen zu wär­men. Auch aus ernährungsphys­i­ol­o­gis­ch­er Sicht haben sie einiges zu bieten. Dabei sind sie gün­stig, viel­seit­ig und lange haltbar.

Was macht Hülsen­früchte so gesund?

Hülsen­früchte sind her­vor­ra­gende pflan­zliche Eiweißliefer­an­ten und enthal­ten unter anderem Eisen, Mag­ne­sium, Kali­um und Folat. Beson­ders wertvoll ist ihre Kom­bi­na­tion aus Eiweiß und Bal­last­stof­fen: Sie tra­gen zu ein­er guten Sät­ti­gung bei, unter­stützen die Ver­dau­ung und lassen den Blutzuck­er­spiegel nach dem Essen ver­gle­ich­sweise langsam ansteigen.

Auch unsere Darm­bak­te­rien prof­i­tieren davon. Denn bes­timmte Bal­last­stoffe dienen ihnen als Nahrung und kön­nen so zu einem gesun­den Dar­m­mikro­biom beitragen.

Warum verur­sachen Hülsen­früchte manch­mal Blähungen?

So gesund sie sind, kön­nen Bohnen, Lin­sen und Co. bei manchen Men­schen für ein unan­genehmes Bauchge­fühl sor­gen. Ver­ant­wortlich dafür sind bes­timmte Kohlen­hy­drate, die unser Dün­ndarm nicht voll­ständig ver­dauen kann. Gelan­gen sie in den Dick­darm, wer­den sie dort von Darm­bak­te­rien abge­baut. Dabei entste­hen Gase, die Blähun­gen verur­sachen können.

Mit ein paar ein­fachen Küchen­tricks lassen sich Hülsen­früchte häu­fig bekömm­lich­er zubereiten:

  • Richtig ein­we­ichen: Getrock­nete Bohnen und Kichererb­sen am besten über Nacht ein­we­ichen. Das Ein­we­ich­wass­er anschließend wegschüt­ten und mit frischem Wass­er kochen. So lässt sich der Gehalt bes­timmter blähen­der Kohlen­hy­drate reduzieren.
  • Aus­re­ichend garen: Hülsen­früchte immer nach Pack­ungsan­weisung voll­ständig durch­garen. Beson­ders bei getrock­neten Bohnen ist das wichtig, da sie im rohen Zus­tand gesund­heitss­chädliche Stoffe enthalten.
  • Klein anfan­gen: Wer bish­er sel­ten Hülsen­früchte isst, sollte mit kleinen Por­tio­nen begin­nen und die Menge langsam steigern. So kann sich die Ver­dau­ung schrit­tweise daran gewöhnen.
  • Die richtige Sorte wählen: Geschälte rote oder gelbe Lin­sen sind häu­fig leichter verträglich, benöti­gen kein Ein­we­ichen und sind meist bere­its nach 10–15 Minuten gar.
  • Kon­ser­ven richtig nutzen: Bohnen, Lin­sen und Kichererb­sen aus der Dose oder dem Glas sind bere­its gegart und sofort verzehrfer­tig. Durch das Abgießen der Flüs­sigkeit und anschließen­des Abspülen lassen sich über­schüs­siges Salz und ein Teil der schw­er ver­daulichen Kohlen­hy­drate ent­fer­nen. Das kann die Verträglichkeit verbessern.

Wie oft soll­ten Hülsen­früchte auf den Teller?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) emp­fiehlt, min­destens ein­mal pro Woche Hülsen­früchte zu essen. Eine Por­tion entspricht etwa 125 Gramm gegarten Lin­sen, Bohnen oder Erb­sen. Sie kön­nen aber auch mehrmals wöchentlich auf dem Speise­plan ste­hen – ob als wär­mender Lin­senein­topf, bunter Salat oder cremiger Hum­mus. So lässt sich eine aus­ge­wo­gene Ernährung ganz ein­fach und abwech­slungsre­ich gestalten.

Unser Tipp: Erset­ze beim näch­sten Chili einen Teil des Hack­fleischs durch Lin­sen oder Bohnen. Das sorgt für eine Extra­por­tion Bal­last­stoffe und bringt mehr pflan­zlich­es Eiweiß auf den Teller.

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