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Wis­senshap­pen des Monats: Ei-Ei-Ei – Mythen, Wis­sen und kreative Ideen rund ums Ei

🌷🐣 Ostern ste­ht vor der Tür und dabei ist wohl für viele das Ei kaum wegzu­denken. Eier gehören zu den viel­seit­ig­sten Lebens­mit­teln in unser­er Küche – ob zum Früh­stück, beim Back­en oder als High­light auf dem Oster­tisch. Beson­ders wertvoll ist dabei ihre hohe biol­o­gis­che Wer­tigkeit, da ihr Pro­tein vom Kör­p­er aus­ge­sprochen gut aufgenom­men und ver­w­ertet wer­den kann.

Gle­ichzeit­ig kur­sieren rund um das Ei zahlre­iche Mythen und Halb­wahrheit­en über Gesund­heit und Nährstoffe. Manche davon hal­ten sich hart­näck­ig, obwohl wis­senschaftliche Erken­nt­nisse längst ein dif­feren­ziertes Bild zeigen. Im Fol­gen­den wer­den einige dieser Mythen genauer betra­chtet und erklärt.

1. 🥚-Mythos: Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

Teil­weise ein Mythos – Eier enthal­ten zwar Cho­les­terin, doch aktuelle wis­senschaftliche Erken­nt­nisse zeigen, dass das Cho­les­terin aus Eiern den Blutc­ho­les­terin­spiegel meist nur ger­ing bee­in­flusst. Der Kör­p­er reg­uliert seine eigene Cho­les­ter­in­pro­duk­tion selb­st. Wichtig ist vor allem die gesamte Ernährung, nicht ein einzelnes Lebens­mit­tel. Eier kön­nen daher in mod­er­at­en Men­gen 3–4x wöchentlich Teil ein­er gesund­heits­fördern­den Ernährung sein.

2. 🥚-Mythos: Im Eik­lar steckt mehr Eiweiß als im Eigelb

Falsch – Der Name „Eiweiß“ führt leicht in die Irre. Das Eik­lar enthält zwar ins­ge­samt mehr Eiweiß, also Pro­tein, da es den größeren Anteil am Ei aus­macht – betra­chtet man jedoch den prozen­tualen Pro­teinge­halt, enthält das Eigelb sog­ar mehr Pro­tein. Bei­de Bestandteile ergänzen sich: Das Eik­lar liefert vor allem viel Wass­er und die Min­er­al­stoffe Natri­um und Kali­um, während das Eigelb zusät­zlich die fet­tlös­lichen Vit­a­mine A, D, E, K sowie wasser­lös­liche B Vit­a­mine, Min­er­al­stoffe wie Cal­ci­um, Phos­phor, Eisen und Fette liefert.

3. 🥚-Mythos: Ein Ei schwimmt im Wass­er, wenn es alt ist

Richtig – Der soge­nan­nte Wassertest ist eine ein­fache Möglichkeit, die Frische von einem Ei zu über­prüfen. Legt man ein Ei in ein Glas Wass­er, kann man anhand sein­er Lage erken­nen, wie frisch es ist. Bleibt es flach am Boden liegen, ist es sehr frisch. Stellt es sich leicht auf, ist es älter, aber noch ess­bar. Schwimmt es an der Ober­fläche, sollte man das Ei nicht mehr verzehren. Der Grund dafür ist die Luftkam­mer im Ei. Mit der Zeit ver­dun­stet durch die poröse Schale etwas Wass­er aus dem Ei und Luft dringt ein. Dadurch ver­größert sich die Luftkam­mer und das Ei bekommt Auftrieb.

4. 🥚-Mythos: Braune Eier sind gesün­der als weiße Eier

Falsch – Die Farbe der Eier­schale hat keinen Ein­fluss auf Nährstoffe oder Qual­ität. Braune und weiße Eier enthal­ten die gle­ichen Vit­a­mine, Min­er­al­stoffe und Pro­tein. Die Schalen­farbe hängt lediglich von der Hüh­n­errasse und ihrer genetis­chen Ver­an­la­gung ab.

Eier ganz natür­lich färben

Eier sind nicht nur leck­er, son­dern auch fes­ter Bestandteil viel­er Oster­tra­di­tio­nen. Beson­ders zu Ostern gehört daher das Eier­fär­ben ein­fach dazu. Dabei müssen es nicht immer kün­stliche Far­ben sein – auch mit natür­lichen Zutat­en aus Küche und Garten lassen sich schöne Farbtöne nach­haltig und kreativ erzielen.

Dazu wer­den die Zutat­en kleingeschnit­ten und für etwa eine halbe Stunde gekocht. Die Eier wer­den in der Zwis­chen­zeit eben­falls gekocht und anschließend mit Essig­wass­er ein­gerieben, um die Schale bestens für die Fär­bung vorzu­bere­it­en. Im noch lauwar­men Zus­tand kom­men die Eier in den zuvor erstell­ten Farb­sud. Die Ein­wirkzeit vari­iert je nach gewün­schter Inten­sität. Um dem fer­tig gefärbten Osterei den gewis­sen Glanz zu ver­lei­hen, kann es nach dem Abkühlen noch mit ein wenig Speiseöl ein­gerieben werden.

🌸 Extra Tipp: Falls einem die ein­fach gefärbten Eier zu lang­weilig sind, lassen sich mit Blät­tern, Blüten oder auch mit einem Zwiebel­netz schöne Muster zaubern. Dafür die Eier vor dem Baden im Farb­sud mit dem jew­eili­gen Objekt eng bele­gen und bspw. mit Gum­mibän­dern fixieren.

Back­en ohne Ei

Eier übernehmen beim Back­en viele Auf­gaben: Sie lock­ern, binden und geben Struk­tur. Doch auch ohne Ei gelin­gen viele Rezepte prob­lem­los. Dies bietet eine gute Gele­gen­heit, veg­ane Fam­i­lien­mit­glieder einzubeziehen oder ein­fach ein­mal neue Back­vari­anten auszuprobieren.

Beliebte Ei-Alter­na­tiv­en:

🍎 Apfel­mus (3 EL = 1 Ei)
→ erset­zt vor allem Feuchtigkeit & leichte Bindung
→ zusät­zlich: gibt eine natür­liche Süße
✔ ide­al für: Rührkuchen, Muffins

🍌 Zer­drück­te Banane
→ erset­zt Bindung & Feuchtigkeit
→ sorgt für Saftigkeit und etwas Dichte
✔ ide­al für: Muffins, Bananenbrot

🌾 Gemah­lene Lein­samen (1 EL + 3 EL Wass­er)
→ erset­zt vor allem die Binde­funk­tion (wie „Kle­ber“ im Teig)
→ sta­bil­isiert die Struk­tur
✔ ide­al für: Brot, Brötchen, herzhafte Teige

🥛 Pflan­zliche Joghurt- oder Quarkalter­na­tiv­en
→ erset­zen Feuchtigkeit & Struk­tur
→ sor­gen für eine cremige, sta­bile Kon­sis­tenz
✔ ide­al für: Kuchen, Teige mit weich­er Krume

🥚 Faz­it

Eier sind echte All­rounder – nährstof­fre­ich, viel­seit­ig und ide­al für viele Gerichte. Gle­ichzeit­ig zeigt sich: Nicht alles, was man über Eier hört, stimmt auch wirk­lich.  Wer informiert ist, kann sie ganz entspan­nt genießen und dabei sog­ar kreativ werden.

Fro­he Ostern und viel Freude beim Ausprobieren! 🌷🐣

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